Eberhard Schneider

Wer bestimmt, was hilft?

Über die neue Zahlengläubigkeit in der Therapieforschung

Eine Streitschrift

Junfermann-Verlag Paderborn 1996, 181 S.

 

 

 

  • "Ich empfehle dieses Buch allen, die sich mit der Frage befassen, wie kann, muß, soll, darf ich mich auf Wirksamkeitsstudien beziehen und was gilt dabei für meine (Forschungs- oder Therapie-)Praxis. " Jürgen Hargens (in: systhema 3/97)
  • "Dem Buch sind viele Leser zu wünschen, die sich in der komplexen und schwierigen Debatte um Effizienz und Professionalität in der Psychotherapie zurechtfinden wollen." Paul Janouch (in: MEGaphon 4/97)
  • "ist eine Anleitung zur Kritik, die so verständlich entwickelt wird, trotz schwieriger Materie, dass sie auch nachvollziehbar ist für Kolleginnen und Kollegen, die kein Psychologiestudium absolviert haben......das Buch ist weder forschungsfeindlich noch antipsychologisch, es weckt sogar Interesse für die Vielfalt wissenschaftlichen Fragens und psychologischen Denkens." Ulf Bolland
  • "Das Buch macht Mut, sich mit der Evaluation der eigenen Praxis zu beschäftigen und dem Trend in der aktuellen Wirksamkeitsdiskussion eigene Positionen entgegenzusetzen." Henning Streppel (in: Zeitschrift für Transaktionsanalyse 1/97)
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    Im folgenden eine Kurzinfo über den Text, dann eine Kapitelübersicht mit Links zu Leseproben.

    Nach einer Forderung in "Psychotherapie im Wandel" (Grawe, Donati und Bernauer, 1994) sollen einige Psychotherapieformen ganz verschwinden, andere einer neuen wissenschaftlichen Über-Psychotherapie Platz machen; nach dem Psychotherapiegutachten werden Empfehlungen für die Zulassung von Psychotherapieformen gemacht. Haben nur Psychotherapien, die kontrollierten Wirksamkeitsstudien unterzogen wurden, eine Daseinsberechtigung ?

    Ausführlich begründet wird das Facit der Untersuchung:

    Kontrollierte Vergleichsstudien sind nicht geeignet, Psychotherapien, deren optimale Dauer, Setting und theoretische Orientierung zu beurteilen (Seligman 1995)

    Der Versuch, Psychotherapieformen mittels der Vergleichsstudien zu qualifizieren und uniformieren, ist beim gegenwärtigen Stand der Forschung für die Entwicklung des Gesamtprojekts Psychotherapie kontraproduktiv.

    Das Buch enhält Anregungen für PsychotherapeutInnen, ihre Praxisreflexion und Evaluation systematisch, nachvollziehbar und transparent zu gestalten - und sich andererseits gegen Übergriffe zu schützen, die mit dem Schlagwort "wissenschaftlich" das eine oder andere Vorurteil zur herrschenden Meinung machen wollen.

    Inhalt

    1. EINE ENTDECKUNGSREISE IN DIE WELTEN VON PSYCHOTHERAPIE UND PSYCHOTHERAPIEFORSCHUNG

    2. ORTSTERMINE: ERFAHRUNGSWELTEN UND BEGRÜNDUNGSZUSAMMENHÄNGE DER PSYCHOTHERAPIE

    3. IM ARSENAL: METHODEN DER TRADITIONELLEN THERAPIEFORSCHUNG

    4. GRENZEN : PROZEßFORSCHUNG IN DER PSYCHOTHERAPIE

    5. KARTOGRAFISCHE GESICHTSPUNKTE (1) : BEHAVIORISMUS UND PSYCHOTHERAPIE

    6. KARTOGRAFISCHE GESICHTSPUNKTE (2): QUALITATIVE PERSPEKTIVEN

    7. DIE BERNER SICHT

    8. "PSYCHOTHERAPIE IM WANDEL"- EIN BEITRAG ZUR INTEGRATION?

    9. MARTIN P. SELIGMAN ÜBER DIE WELTEN DER PSYCHOTHERAPEUTISCHEN PRAXIS UND DER PSYCHOTHERAPIEFORSCHUNG

    10. TECHNISCHE RATIONALITÄT ODER REFLEKTIERTE PRAXIS

    ANHANG (enthält einen Abschnitt: "Wie finde ich eine(n) gute(n) Psychotherapeut(in)", einen Abschnitt mit Anregungen zur Evaluation in der psychotherapeutischen Praxis, Literaturhinweise und Index).

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